Nach der Installation der Wildbienen-Nisthilfen in Phase 1 zum Zweck der Umweltbildung, wollen wir in dieser Phase aktiven Naturschutz betreiben und die Artenvielfalt in Lankwitz und damit Berlin erhöhen um Bestäubern und anderen Tieren ganz aktiv bessere Lebensbedingungen durch Blühstreifen bescheren.

Warum Blühstreifen?

Die Medien sind voll von Berichten über den Rückgang der Insektenpopulation in Deutschland bis zu 75% der Insekten verschwunden sind. Mit der konventionelle Landwirtschaft und deren intensive Bewirtschaftung mit Monokulturen die viel mit Ackergiften behandelt werden, haben andere Pflanzen, die wichtig für Bestäuber sind, neben den Nutzpflanzen keinen Platz und werden mit Glyphosat totgespritzt. Dadurch fehlen viele Futterpflanzen für Bestäuber und andere Tiere, und das verringerte Nahrungsangebot macht den verbleibenden Tieren schwer zu schaffen. Da wir Kreisläufe haben, wirken sich fehlende Pflanzen und Insekten auch auf Tiere aus die abhängig sind von dieser Nahrungskette. Vögel zum Beispiel, deren massiver Rückgang mittlerweile auch immer stärker die Wissenschaft beschäftigt.

Zurück zu den Bestäubern. Bis sich die Landwirtschaft ändert, und Verbraucher dies auch mit ihrem Kaufverhalten erzwingen, wird leider noch einige Zeit vergehen. Auch die Politik hat kein Interesse an einer schnellen Wende, wie es der ehemalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt vormachte. Entgegen Absprachen im Koalitionsvertrag, stimmte er im EU-Parlament für eine Verlängerung von Glyphosat im Namen Deutschlands - und bereitete damit erst den weiteren Weg für dieses Gift.

Also müssen wir das selber in die Hand nehmen. Denn wir haben Wüsten. Grüne Wüsten. Wir leisten uns den Luxus und haben jede Menge freie Flächen die für nichts anderes genutzt werden, als für die Pflanzung von artenarmen Rasenflächen die mindestens vier Mal im Jahr ordentlich gemäht werden.

Wir haben die Nase voll davon, grade auch weil wir nicht zusehen wollen, wie eine sehr große und wertvolle Wildbienen-Aggregation in unserer Nähe deshalb verhungert. Und auch keine anderen mehr. Aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, dass Grasflächen in Lankwitz und Berlin allgemein anders genutzt werden, statt nur als grüne Wüsten.

Ziel ist es weiter die Natur und deren Kreisläufe zu verstehen, und ein direktes Wirken von Anwohnern in deren Wohnumfeld zu erreichen zur Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders. Dieses Vorhaben ist ebenfalls Teil des in Planung befindlichen Projekts Quartier Berlin Lankwitz.

Wenn Du auf dem Laufenden bleiben willst, schau einfach ab und an auf diese Seite. Wer das Projekt zudem unterstützen will, meldet sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei uns.

Hier eine Karte mit den Flächen die derzeit zur Debatte stehen: